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Der kalte Sommerwind

  • Autorenbild: Rosa Noctis Poetica
    Rosa Noctis Poetica
  • vor 7 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit
Rosa Noctis Poetica: Der kalte Sommmerwind | deutsche Lyrik

Feurig senkt das Taggestirn

Sein Haupt in Gaias dorren Schoß

Da legt der Wind im Sommerzwirn

Eine kalte Seele bloß.

 

Er raunt und streift durchs Astgeflecht

Von einem feinen Hauch umwoben

Denn wär’ sein Samtgefieder echt

Trüg’ er uns auf warmen Wogen.

 

Es liegt kein Blütenduft im Wind

Unter all dem sonnesüßen Schein

Wo der Frost im Erdreich glimmt

Kann es nimmer Sommer sein.

 

Wie er artig um die Bäume geht

Mit ihrem Blattgeschmeide wispernd

Sich um die goldnen Stunden dreht

Als ob er sich heimlich rüstet.


Rosa Noctis Poetica



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