Das Abendlicht

5. Sept.
1 Min. Lesezeit

Das Abendlicht fällt hernieder,
berührt des Herzens Schatten.
Dein blasses Bildnis hebt sich wieder,
aus jenem Sommer, den wir hatten.
Es geht so träumerisch umher,
und badet sich im goldnen Schein,
als wöge Zeit kein Jota mehr
im Abglanz längst vergangner Pein.
Nun schweigen sie, die alten Sorgen,
wo uns das Gestern sanft entwich.
Friedlich ziehen sie gen Morgen -
so leise wie das Abendlicht.

Kommentare