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Chimaera

  • Autorenbild: Rosa Noctis Poetica
    Rosa Noctis Poetica
  • vor 6 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit
Rosa Noctis Poetica: Chimaera

Es träumt der Wind im Morgengraun

Im einem Ruhebett aus Tau

Von lavendelblauen Pastelltönen

Der frühen Stunde Liebreiz frönend

Mit der Rabenkrähen Glast

Erhebt er sich von seiner Rast

Das Nachtgefieder glutvoll glimmend

Klagend, heiser ihre Stimmen

Betört von Samt und dunkler Sünde

Zaust der Wind die Daunenzierde

So entsteigen sie der Blütenseide

Spukgestalten gleichend

Ob Lenz sein Zebrechlichstes bewahrte

Wenn sich Chimaera in ihm offenbarte?

Zerfiele der schimmernde Brokat zu Staub

Wie im Herbstmond einst das Purpurlaub?

Es ward ein Goldpalast der Schatten

Den Schwarzrock als Symbol im Wappen

Sein Abglanz schaudert selbst die Sonne -

Ist er doch von trügerischer Wonne.

 

Rosa Noctis Poetica



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