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Achlys’ Geisterwald

  • Autorenbild: Rosa Noctis Poetica
    Rosa Noctis Poetica
  • 4. Juli
  • 1 Min. Lesezeit
Rosa Noctis Poetica: Achlys’ Geisterwald | deutsche Lyrik

Kahle Äste recken schaurig

Die Finger nach der Wanderin

Ihr süßes Antlitz seltsam traurig

Schreitet sie im Nebeldunst dahin.

 

Ein dunkelrotes Leichentuch

Von der Gottheit Achlys einst gewebt

Umhüllt das Gezweig mit einem Fluch

Der in den toten Bäumen lebt.

 

Der Wald der Geister ward zum Grab

Durch den sie ewig rastlos wandelt

Am Wegrand, wo ein Fluchstein ragt

Der Götzin nachtnes Haar mäandert.

 

Von den Knochenbäumen tränet Blut

Und ersäuft das Herz der Wanderin

Ergeben treibt sie mit der Flut

In Achlys’ Nebelstrom dahin.


Rosa Noctis Poetica



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