top of page

Nachtgewitter

Autorenbild: Rosa Noctis Poetica
Rosa Noctis Poetica
11. Aug.
1 Min. Lesezeit
Rosa Noctis Poetica: Nachtgewitter | deutsche Lyrik

Von ferne rollt ein dumpfer Ton

durch die samtne Sommernacht.

Die Bäume – alle träumen schon –

ihr müdes Blattwerk raunet sacht.

 

Doch bald verhallt das Grollen nimmer.

Ein Wetterleuchten zuckt heran -,

und in des Sturmes Zornesschimmer

bricht sich das nahe Unheil Bahn.

 

Die Welt senkt sich ins dunkle Kissen,

jäh kracht das Firmament entzwei!

Ein Amselnest wird fortgerissen,

die Nacht lässt grelle Blitze frei.

 

Irgendwann verlischt das Beben -

Regen perlt im Silberlicht.

Wo lose Wolkenfetzen schweben,

Entblößt der Mond sein Angesicht.

 

Rosa Noctis Poetica



Kommentare


bottom of page