Nachtgewitter

11. Aug.
1 Min. Lesezeit

Von ferne rollt ein dumpfer Ton
durch die samtne Sommernacht.
Die Bäume – alle träumen schon –
ihr müdes Blattwerk raunet sacht.
Doch bald verhallt das Grollen nimmer.
Ein Wetterleuchten zuckt heran -,
und in des Sturmes Zornesschimmer
bricht sich das nahe Unheil Bahn.
Die Welt senkt sich ins dunkle Kissen,
jäh kracht das Firmament entzwei!
Ein Amselnest wird fortgerissen,
die Nacht lässt grelle Blitze frei.
Irgendwann verlischt das Beben -
Regen perlt im Silberlicht.
Wo lose Wolkenfetzen schweben,
Entblößt der Mond sein Angesicht.

Kommentare